„CAPTin Kiel: Autonome Fähre“ Wie sieht die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs auf der Kieler Förde aus?

„CAPTin Kiel“ steht für Clean Autonomous Public Transport in Kiel. Das
Projekt beschäftigt sich mit der Entwicklung einer autonomen Mobilitätskette durch die Kombination sauberer Bus- und Fährverkehre in der Landeshauptstadt und wird federführend an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) koordiniert. Neben unterschiedlichen wissenschaftlichen Partnern der Universität haben eine Vielzahl an schleswig-holsteinischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung dazu beitragen, eine erste Projektskizze für eine autonome Verbindung zwischen West- und Ostufer der Förde zu entwickeln.

Master-Studierende des Industriedesigns (Simeon Ortmüller, Tobias Gehrke, Vincent Steinhart-Besser, Yigang Shen, Jingyue Chen und Christoph Hommel) haben im Wintersemester 2018/2019 Gestaltungskonzepte für diese neue Form der Mobilität auf dem Wasser entwickelt und dem Vorhaben eine sichtbare Identität verliehen. Am 20. Februar 2019 fand im Kesselhaus der
Kunsthochschule eine Präsentation der Ergebnisse im großen Rahmen vor Gästen aus Politik, Wirtschaft und Kieler Hochschulen statt.

25.02.2019

Industriedesign Medical Design (M.A.)

In welcher Zukunft wollen wir leben?
An den Herausforderungen gesunder Lebensgrundlagen gestalterisch arbeiten.

Stellt man die Frage nach den Voraussetzungen für gesundes Leben, dann wird offensichtlich, dass nicht nur individuelle Faktoren wie Lebensführung oder Veranlagungen von Bedeutung sind,
sondern eine Vielzahl externer Faktoren eine ebenso wichtige Rolle spielen.

Fragen der Umwelt und Biodiversität, der industriellen Produktion und der Energieerzeugung, Formen der Arbeit, das Bildungswesen, die Ausprägungen des Konsums und der Mobilität, unsere Freizeitaktivitäten, die Produktion der Nahrungsmittel, die Strukturen der Stadträume und der Gesundheitsversorgung, um nur einige Aspekte zu nennen, wirken allesamt auf unsere Lebensqualität und unsere Gesundheit ein. Im Klimawandel, aber auch in der Pandemie, sind alle diese Bereiche in großen Komplexen gebündelt.

Designing for change.

Die Grenzen des ökonomischen Wachstums und die zunehmend negativen Auswirkungen sind hinreichend bekannt. Der Handlungsdruck, alternative Formen nicht nur zu denken, sondern zu konkretisieren, nimmt zu.
Im Masterstudium Medical Design möchten wir an diesen Alternativen arbeiten, wir sehen das Design in einer gesellschaftlichen Verantwortung und verstehen Prozesse der Transformation als Blickwechsel von den privaten zu den gemeinschaftlichen Interessen.
Medical Design bedeutet folgerichtig nicht die Fokussierung auf einen engen inhaltlichen Rahmen z.B. der Medizintechnik, sondern ein offenes entwerferisches Handlungsprinzip für die Erzeugung nachhaltiger Veränderungen und gesunder Lebensgrundlagen.

Dazu braucht es einerseits eine umfassende, individuelle Professionalisierung, mit den Herausforderungen wachsen die Anforderungen. Substanz, experimentelle Offenheit und interdisziplinäre Orientierung bilden den Rahmen der Projektarbeit.
Wir fördern und fordern kritische Haltungen, Sensibilität, Sorgfalt und Detailgenauigkeit.
Die Befähigung zur Entwicklung nachhaltiger Innovationen und zur Erzeugung herausragender Vermittlungswelten sind für uns zentrale Momente disziplinärer Stärke.
Die enge Kooperation mit dem Masterstudiengang Interface Design trägt unser Verständnis einer produktiven und werteorientierten Auseinandersetzung mit digitalen Zukünften und respektvoller Interaktionen.

Die Betreuung der Projektarbeit ist bei uns individuell und weitreichend.
Wir bieten im Rahmen des Studiums einen profunden Zugang zu Wissen und Fragen der “Health and Life Sciences“. Das begleitende Fächerangebot verbindet zudem ein breites Spektrum an Wissen und Techniken, die für eine Intensivierung der Reflexions- und Gestaltungsprozesse relevant sind.

Neu Verstehen. Mit Mut gestalten.

Uns interessiert nicht die Bestätigung des Etablierten, wir suchen nach neuen Verstehensweisen und attraktiven Angeboten.
Die vor uns liegenden Fragen fordern das Verstehen von Prozessen, Schnittstellen und Systemzusammenhängen, kurzum, die Bewältigung von Komplexität.
Aber eben auch: Den Mut, radikale Denk- und Gestaltungsvorschläge zu entwickeln.
Kompetenzprofile mit diesen Ausprägungen eröffnen Gestalter*innen in einer Vielzahl zukunftsorientierter Tätigkeitsfelder substantielle Chancen.

In den letzten Jahren hat sich das Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule zu einem international sichtbaren und ausgesprochen erfolgreichen Aktionsort entwickelt, die Vielzahl der Preise und Auszeichnungen sowie Ausstellungsbeteiligungen zeigen dies eindrücklich. In Kiel sind wir von herausragenden Forschungsaktivitäten umgeben, an denen wir teilhaben, z.B. im  Exzellenzcluster “Inflammation at Interfaces“.
Wir werden bei dem eigenen, aktuellen Forschungsprojekt „Nachhaltige Mobilitätstransformation“ durch die EKSH über einen längeren Zeitraum gefördert und etablieren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, wie jüngst im Bereich „Material und Nachhaltigkeit“.
Kooperationen und Austauschprogramme bestehen u.a. mit der TU Delft, der NCKU Tainan und der Kobe Design University.
In diesem hoch innovativen und inspirierenden Umfeld arbeiten wir mit Nachdruck an Zukunftsbildern einer rücksichtsvollen und aufgeklärten Gesellschaft.

FRAGEN?
Prof. Detlef Rhein
rhein@muthesius.de
Im Blog „Bewerben“ haben wir Modulpläne, Downloads und weitere Informationen für Sie zusammengefasst.
Die Publikation „Designing for change“ (ISBN-13: 978-3943763638) ist als pdf abrufbar .