Meret Oppermann und Eric Buhles für New Talents Award nominiert

Große Freude bei Meret Oppermann und Eric Buhles: Sie sind mit ihren Abschlussarbeiten für den VDID New Talents Award 2025 nominiert worden. Die Auszeichnung steht für Designkonzepte, die Impulse für eine wünschenswerte Zukunft setzen. Sowohl Meret Oppermann als auch Eric Buhles haben den Master-Schwerpunkt Medical Design bei Prof. Detlef Rhein im Studiengang Industriedesign absolviert. Der Verband Deutscher Industriedesigner (VDID), der den Preis auslobt, hat die Projekte der Kieler aus mehr als 120 eingereichten Arbeiten ausgewählt. Sie sind nun Teil der zehn Titel umfassenden Shortlist.

Welches der Designprojekte am Sonntag, 26. Oktober, in Würzburg den VDID New Talents Award erhalten wird, darüber kann online noch bis zum 15. Oktober abgestimmt werden.

Meret Oppermann ist für „ORMO“ nominiert

 

Meret Oppermann, Jahrgang 1994, hat im Jahr 2023 bereits den Arthur-Petersen-Preis der Muthesius Kunsthochschule und den Mia-Seeger-Preis 2024 für ihr Abschlussprojekt „ORMO“ erhalten: Darin befasst sie sich mit oral motor skills, dem Training der Mundmuskulatur. Meret Oppermann hat einen Joystick für die Zunge entwickelt, der die Mundmotorik trainiert und bei Kindern sowie Erwachsenen Sprach- und Schluckdefizite beheben kann. „Meine Motivation für ORMO entstand aus dem Wunsch, Menschen mit Sprach- und Schluckstörungen eine spielerische und effektive Unterstützung zu bieten, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie frustrierend lange Therapien sein können“, sagt Meret Oppermann. Mit ORMO hat sie ein Training entwickelt, „das Spaß macht, einfach zu nutzen ist und wirklich unterstützt. So möchte ich dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen spürbar zu verbessern“.

Eric Buhles ist nominiert für sein Projekt „OHO“

 

Eric Buhles, Jahrgang 1995, hat als Master-Projekt „OHO“ entwickelt – es ist seine Antwort auf die Problematik von Krankenhausverpflegung. Denn gezieltes Ernährungsmanagement kann die Genesung von Patient*innen fördern, die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürzen und somit viele Vorteile bieten. Ausgehend von seinem großen Interesse an Kochen, Essen und der damit verbundenen Kultur hat Eric Buhles mit „OHO“ eine nachhaltige Verpackung entwickelt, die prozessoptimierte Abläufe ermöglicht, sowie ein neues Gedeck entwickelt. Darüber hinaus hat er das Speiseangebot für Krankenhäuser überarbeitet. Sein Credo: „Essen darf nicht nur notwendige Versorgung, sondern muss integraler Bestandteil der Behandlung sein.“

Der New Talents Award fördert junge Designer*innen

 

Der New Talents Award der Verbands Deutscher Industriedesigner (VDID) fördert junge Designer*innen, die mit durchdachten, innovativen Ideen relevante Probleme lösen, dabei Bestehendes infrage stellen und systemische Antworten bemühen. Projekte, die Komplexität anerkennen und dennoch greifbare Lösungen entwickeln. Dabei geht es der Jury nicht vorrangig um technische Perfektion und Ästhetik – entscheidend ist der Wille, positive Veränderungen zu schaffen.

03.10.2025

Industriedesign Medical Design (M.A.)

DIE GESTALTUNG DER ZUKUNFT BRAUCHT PROFESSIONALITÄT

Die Befähigung, Perspektiven unserer zukünftigen Lebenswelt und Wege zur Nachhaltigkeit aktiv gestalterisch und vor allem wirksam konkretisieren zu können, wird für Designer*innen immer wichtiger. Im Kontext der Transformationsprozesse können die gestalterischen Disziplinen eine große Stärke ausspielen und Entwürfe, Konzepte und Bilder konkretisieren, die sich als Referenzen für wünschenswerten technologischen, sozialen und kulturellen Wandel verstehen. Dafür ist ein hohes Maß an kritischer Haltung, Sensibilität und Genauigkeit erforderlich. Kurzum: eine professionelle Grundaufstellung, in der Konzeptstärke, Detaillierung und Substanz auf hohem Niveau zusammenspielen. Im Masterstudium Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule vermitteln wir Wege zu einem solchen Kompetenzprofil.

DESIGNING FUTURE PERSPECTIVES: KOMPETENZEN FÜR DAS DESIGN VISIONÄRER PROZESSE UND PRODUKTSYSTEME

Wir verstehen die thematische Grundierung des Medical Design als entwerferisches Handlungsprinzip jenseits der Begrenzungen der Medizintechnik und mit einem besonderen Interesse an der Realisierung nachhaltiger Lebensbedingungen im Sinne eines “One Health“ (Mensch, Umwelt, Tier). Sie erarbeiten sich hierfür ein erweitertes Verständnis vom Menschen und sozialer Konstellationen. Sie vertiefen sich im Rahmen der Projektarbeit umfassend in das Denken, Gestalten und Vermitteln von innovativen Prozessen, Systemen und Schnittstellen. Und: Immer auch in die Struktur, Details und die Qualität von Produkten unter Berücksichtigung der Anforderungen der Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung. Die Verbindung mit dem Masterstudiengang „Interface Design“ hat darüber hinaus eine Alleinstellung und ist aus unserer Sicht besonders richtungsweisend, da Produkte zunehmend als vielschichtige, vernetzte Informationsträger und Interaktionsvermittler zu verstehen sind.

DESIGN UND FORSCHUNG

Die Betreuung der Projektarbeit ist bei uns individuell und weitreichend. Studierende bewegen sich bei uns in einem ausgeprägt vernetzten Kontext innerhalb und außerhalb der Hochschule. In Kiel sind wir von herausragenden Forschungsaktivitäten umgeben, an denen wir teilhaben, z.B. an der vom BMBF (DATIpilot) ab April 2025 für vier Jahre geförderten REAKT Innovationscommunity oder im Exzellenzcluster “Precision Medicine in Chronic Inflammation“.
Mit den Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Forschung und Design setzen wir uns kontinuierlich in variierenden, interdisziplinär angelegten Projektformaten auseinander.
Bei dem Forschungsprojekt „Nachhaltige Mobilitätstransformation“ wurden wir durch die EKSH über einen längeren Zeitraum gefördert.
Wir etablieren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, wie jüngst im Bereich „Material und Nachhaltigkeit“.
Kooperationen und Austauschprogramme bestehen u.a. mit der TU Delft, der NCKU Tainan und der Kobe Design University.

NEU VERSTEHEN. MIT MUT GESTALTEN.

Wir bieten im Rahmen des Studiums einen profunden Zugang zu Wissen und Fragen der „Health and Life Sciences“. Andererseits arbeiten die Studierenden an vielen verwandten und zumeist eigenständig definierten Themen der zukünftigen menschlichen Lebenswelt und des gesellschaftlichen Wandels. Schwerpunkte sind hierbei Fragen der Umwelt und Nachhaltigkeit, des öffentlichen und privaten Raums, der Mobilität und Logistik, Fragen zukünftiger Menschenbilder und neuer Technologien. Wir sind sehr daran interessiert, etablierte Denkmuster kritisch zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Mut zu experimenteller Offenheit, Risikobereitschaft und Radikalität sind Anliegen, zu denen wir Sie als Gestalter und Gestalterin motivieren möchten. Der Mut lohnt sich: Arbeiten unserer Studierenden haben in den letzten Jahren nicht nur eine Vielzahl bedeutender nationaler und internationaler Preise und Auszeichnungen gewonnen. Unsere Absolvent*innen haben sich mittlerweile in unterschiedlichsten Kontexten auch sehr erfolgreich beruflich etablieren können.

FRAGEN?

Prof. Detlef Rhein
E-Mail: rhein@muthesius.de
Im Blog „Bewerben“ haben wir Modulpläne, Downloads und weitere Informationen
für Sie zusammengefasst.
Die Publikation „designing future perspectives“ (ISBN-13: 978-3-948359-40-9) ist als pdf abrufbar.