Siemens Design Award: Erster Platz für Kieler Industriedesign-Studierende

Die Kieler Industriedesign-Studierenden Ozan Atalay, Qiaoyi Dai, Gustavo Maury, Xiaoxue Wang und Liqing Zhang haben den Hauptpreis des internationalen Siemens Home Appliances Design Awards erhalten: Sie sind am Dienstagabend, 15. März, in München mit dem mit 15.000 Euro dotierten Preis für ihr nachhaltiges Küchenkonzept Zero Emission – Circular Steam ausgezeichnet worden. Es soll das Kochen der Zukunft revolutionieren, indem es Dampf und Hitze spart und für weitere Gerichte speichert.

Sonja Schiefer, Jurymitglied und Head of Design bei Siemens Hausgeräte, erklärte bei der Preisverleihung: „Als Jury mochten wir besonders die Art, wie Zero Emission ganz neu mit dem Dampf umgeht. Es ist ein sehr innovativer Weg, die generierte Energie wiederzuverwenden und den Kochvorgang im Kreislauf zu denken“, sagte sie. Dass die beiden wichtigen Aspekte Klima und Gesundheit dabei vereint würden, habe die Jury überzeugt.

„Wir sind überwältigt von dieser Auszeichnung“, sagt Ozan Atalay im Namen seines Teams. Der Masterstudent des Industriedesigns hat gemeinsam mit seinen Kommilitoninnen und Kommilitonen das Konzept Zero Emission – Circular Steam entwickelt. „Der Siemens Award bestätigt uns in unserem Bestreben, Produkte des täglichen Gebrauchs nicht nur hinsichtlich ihres Designs zu optimieren, sondern auch großen Wert auf Aspekte wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz zu legen. Dass wir die Jury mit unserem Konzept begeistern konnten, bedeutet uns sehr viel.“

Seit Beginn des Wintersemesters haben sich 40 Master-Studierende im Interface Design und im Medical Design an der Muthesius Kunsthochschule auf Einladung von Siemens in Teamarbeit mit ihren Wettbewerbsbeiträgen befasst. Ihr Ziel: ein zukunftsweisendes und zugleich ressourcenschonendes Designkonzept für die Welt von morgen zu entwickeln, das im Kontext von Küche und Haushaltsgeräten steht. Betreut haben die Professoren Frank Jacob und Detlef Rhein die insgesamt acht Konzepte. „Der große Erfolg von Zero Emission begeistert uns sehr. Dass wir den ersten Platz belegen, freut uns umso mehr, seit wir bei der Preisverleihung gesehen haben, welch hohes Niveau auch all die anderen Projekte haben“, sagt Detlef Rhein.

Auch Dr. Arne Zerbst, Präsident der Muthesius Kunsthochschule, sagt: „Der Siemens Design Award betont: Es ist richtig, mit Design neu über die Welt und über unser Verhältnis zur Welt nachzudenken. Für die Muthesius Kunsthochschule ist diese Auszeichnung erneut ein wunderbares Signal, dass die Designwelt nach Kiel schaut. Wir freuen uns sehr mit unseren erfolgreichen Studierenden.“

Die Muthesius Kunsthochschule war mit gleich zwei Projekten unter den zehn Finalisten des Wettbewerbs vertreten: „Carbon capture – from fresh to fresh“ heißt das andere Kieler Konzept, das die Industriedesign-Studierenden John Hayden, Feidi Hu, Kalina Kondeva, Erik Mantz-Hansen und Paul Ullrich entwickelt haben. Die Idee: Ein mit CO2-angereichtertes Aufbewahrungssystem lässt Obst und Gemüse länger frisch bleiben.

Der Siemens Design Award

Der Siemens Design Award ist 2016 mit dem Ziel ins Leben gerufen worden, Nachwuchstalente und deren Produktinnovationen sowie vielversprechende Geschäftsmodelle auszuwählen und zu fördern.
Alle zwei Jahre können kreative Visionäre ihre Ideen einreichen. Diesmal widmet sich der Award dem Thema Ressourcen und deren nachhaltiger Nutzung. Die Muthesius Kunsthochschule Kiel ist eine von fünf europäischen Partnerhochschulen, die Siemens zu diesem Design-Wettbewerb eingeladen hat.

Weitere Informationen zum Siemens Home Appliances Design Award: https://www.siemens-home.bsh-group.com/designaward

 

 

 

 

 

07.04.2022

Industriedesign Medical Design (M.A.)

Die Gestaltung der Zukunft braucht Professionalität

Die Befähigung, Perspektiven unserer zukünftigen Lebenswelt und Wege zur Nachhaltigkeit aktiv gestalterisch und vor allem wirksam konkretisieren zu können, wird für Designer*innen immer wichtiger.
Dafür ist ein hohes Maß an kritischer Haltung, Sensibilität und Genauigkeit erforderlich.
Kurzum: eine professionelle Grundaufstellung, in der Konzeptstärke, Detaillierung und Substanz auf hohem Niveau zusammenspielen.
Im Masterstudium Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule vermitteln wir Wege zu einem solchen Kompetenzprofil.

Designing for change: Kompetenzen für das Design visionärer Prozesse und Produktsysteme

Wir verstehen die thematische Grundierung des Medical Design dabei nicht primär als Inhalt, auf keinen Fall nur als „Medizintechnik“, sondern vielmehr als umfassendes entwerferisches Handlungsprinzip, mit dem Sie in vielen anderen Gestaltungsbereichen innovierend tätig werden können.
Sie erarbeiten sich ein erweitertes Verständnis vom Menschen und sozialer Konstellationen.
Sie vertiefen sich im Rahmen der Projektarbeit umfassend in das Denken, Gestalten und Vermitteln von Prozessen, Systemen und Schnittstellen, die eine Realisierung gesunder Lebensgrundlagen zu unterstützen vermögen.

Und: Immer auch in die Struktur, Details und die Qualität von Produkten.
Die Verbindung mit dem Masterstudiengang „Interface Design“ hat darüber hinaus eine Alleinstellung und ist aus unserer Sicht besonders richtungsweisend, da Produkte zunehmend als vielschichtige Informationsträger und Interaktionsvermittler zu verstehen sind.
Die Betreuung der Projektarbeit ist bei uns individuell und weitreichend.
Sie bewegen sich bei uns zudem in einem ausgeprägt vernetzten Kontext innerhalb und außerhalb der Hochschule.
In Kiel sind wir von herausragenden Forschungsaktivitäten umgeben.
Mit den Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Forschung und Design setzen wir uns kontinuierlich in variierenden, interdisziplinär angelegten Projektformaten auseinander.
Bei dem aktuellen Forschungsprojekt „Nachhaltige Mobilitätstransformation“ werden wir durch die EKSH über einen längeren Zeitraum gefördert. Wir etablieren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, wie jüngst im Bereich „Material und Nachhaltigkeit“.
Kooperationen und Austauschprogramme bestehen u.a. mit der TU Delft, der NCKU Tainan und der Kobe Design University.

Neu verstehen. Mit Mut gestalten.

Wir bieten im Rahmen des Studiums einen profunden Zugang zu Wissen und Fragen der „Health and Life Sciences“.
Andererseits arbeiten die Studierenden an vielen verwandten und zumeist eigenständig definierten Themen der zukünftigen menschlichen Lebenswelt und des gesellschaftlichen Wandels.
Schwerpunkte sind hierbei Fragen der Umwelt und Nachhaltigkeit, des öffentlichen und privaten Raums, der Mobilität und Logistik, Fragen zukünftiger Menschenbilder und neuer Technologien.
Wir sind sehr daran interessiert, etablierte Denkmuster kritisch zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten.
Mut zu experimenteller Offenheit, Risikobereitschaft und Radikalität sind Anliegen, zu denen wir Sie als Gestalter und Gestalterin motivieren möchten.
Der Mut lohnt sich: Arbeiten der Studierenden haben in den letzten Jahren nicht nur eine Vielzahl bedeutender nationaler und internationaler Preise und Auszeichnungen gewonnen (u.a. den Braun Prize 2021).
Unsere Absolvent*innen haben sich mittlerweile an vielen Stellen auch sehr erfolgreich beruflich etablieren können.

FRAGEN?
Prof. Detlef Rhein
rhein@muthesius.de
Im Blog „Bewerben“ haben wir Modulpläne, Downloads und weitere Informationen für Sie zusammengefasst.
Die Publikation „Designing for change“ (ISBN-13: 978-3943763638) ist als pdf abrufbar .