Großer Erfolg für das Industriedesign

Gleich mehrere Projekte des Studiengangs Industriedesign der Muthesius Kunsthochschule haben beim Lucky Strike Junior Designer Award für Aufsehen erregt. Den mit 2.500 Euro dotierten Lucky Strike Junior Designer Award hat die ehemalige Industriedesign-Studentin und heutige Lehrbeauftragte Jadwiga Slezak für ihr Konzept „WATERePUBLIC“ erhalten. Ihr Projekt ist im Master-Schwerpunkt Medical Design des Studiengangs Industriedesign von Professor Detlef Rhein und Professorin Dr. Annika Frye betreut worden.

Außerdem haben es auf die Shortlist des renommierten Design-Wettbewerbs gleich vier Muthesius-Projekte unter die besten 40 Einreichungen geschafft: Neben Slezaks „WATERePUBLIC“ sind die Idee „SENSE: Hygienekonzept für Fernzüge“ von Robert Stelljes, „WAVELAB“ von Vincent Steinhart-Besser und Simeon Ortmüller sowie das Kinderspielplatz-Urinal „PI – The Children’s Urinal“ von Julia Dankmer ausgewählt worden. Insgesamt haben sich für den Lucky Strike Junior Designer Award rund 170 Absolvent*innen beworben.

Was sich hinter Jadwiga Slezaks Idee „WATERePUBLIC“ verbirgt? Es ist ein multifunktionaler Wasserspender für den öffentlichen Raum. Mit ihrem Konzept überdenkt die Designerin das städtische Netz an Hydranten und verwandelt sie in öffentlich zugängliche Wasserstellen, die den individuellen Konsum frischen Trinkwassers ermöglichen.

„Mir bedeutet diese Auszeichnung sehr viel, weil sie mich in meiner Arbeit als Designerin bestätigt. Außerdem gibt es meinem Anliegen – den Wert von Wasser als Allgemeingut in den Fokus zu rücken – eine wichtige Bühne“, sagt Jadwiga Slezak, deren Projekt „WATERePUBLIC“ im vergangenen Herbst bereits mit dem renommierten Braun Prize international gewürdigt worden ist.

Die 1988 in Kassel geborene Designerin ist nach ihrem Master-Abschluss an der Muthesius Kunsthochschule nun als Lehrbeauftragte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin tätig.

Fotos: Jadwiga Slezak / Muthesius Kunsthochschule / Stilwerk

10.12.2022

Industriedesign Medical Design (M.A.)

Die Gestaltung der Zukunft braucht Professionalität

Die Befähigung, Perspektiven unserer zukünftigen Lebenswelt und Wege zur Nachhaltigkeit aktiv gestalterisch und vor allem wirksam konkretisieren zu können, wird für Designer*innen immer wichtiger.
Dafür ist ein hohes Maß an kritischer Haltung, Sensibilität und Genauigkeit erforderlich.
Kurzum: eine professionelle Grundaufstellung, in der Konzeptstärke, Detaillierung und Substanz auf hohem Niveau zusammenspielen.
Im Masterstudium Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule vermitteln wir Wege zu einem solchen Kompetenzprofil.

Designing for change: Kompetenzen für das Design visionärer Prozesse und Produktsysteme

Wir verstehen die thematische Grundierung des Medical Design dabei nicht primär als Inhalt, auf keinen Fall nur als „Medizintechnik“, sondern vielmehr als umfassendes entwerferisches Handlungsprinzip, mit dem Sie in vielen anderen Gestaltungsbereichen innovierend tätig werden können.
Sie erarbeiten sich ein erweitertes Verständnis vom Menschen und sozialer Konstellationen.
Sie vertiefen sich im Rahmen der Projektarbeit umfassend in das Denken, Gestalten und Vermitteln von Prozessen, Systemen und Schnittstellen, die eine Realisierung gesunder Lebensgrundlagen zu unterstützen vermögen.

Und: Immer auch in die Struktur, Details und die Qualität von Produkten.
Die Verbindung mit dem Masterstudiengang „Interface Design“ hat darüber hinaus eine Alleinstellung und ist aus unserer Sicht besonders richtungsweisend, da Produkte zunehmend als vielschichtige Informationsträger und Interaktionsvermittler zu verstehen sind.
Die Betreuung der Projektarbeit ist bei uns individuell und weitreichend.
Sie bewegen sich bei uns zudem in einem ausgeprägt vernetzten Kontext innerhalb und außerhalb der Hochschule.
In Kiel sind wir von herausragenden Forschungsaktivitäten umgeben.
Mit den Verbindungen und Wechselwirkungen zwischen Forschung und Design setzen wir uns kontinuierlich in variierenden, interdisziplinär angelegten Projektformaten auseinander.
Bei dem aktuellen Forschungsprojekt „Nachhaltige Mobilitätstransformation“ werden wir durch die EKSH über einen längeren Zeitraum gefördert. Wir etablieren wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, wie jüngst im Bereich „Material und Nachhaltigkeit“.
Kooperationen und Austauschprogramme bestehen u.a. mit der TU Delft, der NCKU Tainan und der Kobe Design University.

Neu verstehen. Mit Mut gestalten.

Wir bieten im Rahmen des Studiums einen profunden Zugang zu Wissen und Fragen der „Health and Life Sciences“.
Andererseits arbeiten die Studierenden an vielen verwandten und zumeist eigenständig definierten Themen der zukünftigen menschlichen Lebenswelt und des gesellschaftlichen Wandels.
Schwerpunkte sind hierbei Fragen der Umwelt und Nachhaltigkeit, des öffentlichen und privaten Raums, der Mobilität und Logistik, Fragen zukünftiger Menschenbilder und neuer Technologien.
Wir sind sehr daran interessiert, etablierte Denkmuster kritisch zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten.
Mut zu experimenteller Offenheit, Risikobereitschaft und Radikalität sind Anliegen, zu denen wir Sie als Gestalter und Gestalterin motivieren möchten.
Der Mut lohnt sich: Arbeiten der Studierenden haben in den letzten Jahren nicht nur eine Vielzahl bedeutender nationaler und internationaler Preise und Auszeichnungen gewonnen (u.a. den Braun Prize 2021).
Unsere Absolvent*innen haben sich mittlerweile an vielen Stellen auch sehr erfolgreich beruflich etablieren können.

FRAGEN?
Prof. Detlef Rhein
rhein@muthesius.de
Im Blog „Bewerben“ haben wir Modulpläne, Downloads und weitere Informationen für Sie zusammengefasst.
Die Publikation „Designing for change“ (ISBN-13: 978-3943763638) ist als pdf abrufbar .